Hände halten einen ChalkbagDer Chalkbag ist das Symbol für jede Art von Bouldern und Klettern geworden. Er enthält das wichtigste Hilfsmittel für erfolgreiches Klettern: Magnesia. Chalkbags sind aber nicht nur praktisch, sondern sehen auch noch gut aus. Alle wichtigen Informationen zu Chalkbags findest du auf dieser Seite.

Ein Blick in die Kletter- und Boulderhallen wird jeden davon überzeugen: Chalkbags sind so essenziell für den Klettersport wie die richtigen Kletterschuhe. Auch am Fels erfreut sich der Chalkbag größter Beliebtheit – wenn auch nicht ohne kontroverse Diskussion. Grund dafür sind die Eigenschaften des Magnesia. Dennoch ist die Verwendung von „Chalk“ aus dem Klettersport nicht mehr wegzudenken.

Die Bedeutung des Chalkbag für den Klettersport

Chalkbags dienen der Aufbewahrung der Magnesia. Sie werden daher auch Magnesiabeutel genannt. Für das Bouldern und Klettern kommt ihnen eine große Bedeutung zu, denn Magnesia trocknet den Handschweiß, der unweigerlich entsteht. Gerade bei längeren Routen und an kleinen oder glatten Griffen sorgt der Handschweiß für unsicheren Halt in der Wand. Abrutschen und Stürze sind die Folgen. Das Magnesia „adsorbiert“ den Handschweiß und sorgt so für einen guten Grip. Daraus ergeben sich viele Vor- und Nachteile der Magnesia für den Kletternden und die Wand.

Da Magnesia ein artifizielles Hilfsmittel ist und den Klettersport grundlegend verändert hat, gibt es stark auseinandergehende Meinungen zu deren Verwendung. Aber auch der Einfluss, den Magnesia auf die Routen, den Fels und die Umwelt hat, sorgt für kontroverse Diskussionen.

Dennoch ist Magnesia und mit ihr der Chalkbag ein zentraler Bestandteil (fast) jeder Kletterausrüstung. Sie sind mittlerweile in vielen verschiedenen Formen, Farben und Größen erhältlich und weit mehr, als nur eine praktische Aufbewahrung für das Chalk. Gerade in Boulderhallen fallen immer wieder unterschiedlichste Designs auf.

Die Geschichte des Chalkbag

Wann genau der Chalkbag das erste Mal zum Einsatz kam, ist nicht bekannt. Wir wissen jedoch, dass John Gill Magnesia in den Klettersport einführte. Der Mathe-Professor und Sportler gilt heute als der Begründer des modernen Boulderns. Er sah das Bouldern als Training für seine eigentliche Sportart: das Ringturnen. Von dort kam wohl auch die Idee Magnesia beim Bouldern zu verwenden. Auch wenn Magnesia zu seiner Kletterausrüstung gehörte, führte er noch keinen Chalkbag mit sich. Doch von der ersten Verwendung von Magnesia bis zur Erfindung des Chalkbag dürfte es nur ein kleiner Schritt gewesen sein.

Heute werden Chalkbags von fast jedem Sportler beim Klettern und Bouldern mitgeführt. Meistens wir der Magnesiabeutel mit einem Band um die Hüfte oder mit einem Karabiner am Gürtel auf Höhe des Steißbeins befestigt, damit ein Griff zur Magnesia auch während des Kletterns möglich ist.

Die Anwendung des Chalkbag

Der Chalkbag dient der Verwahrung der Magnesia. Als loses Pulver oder in sogenannten Chalkballs wir die Magnesia in dem Chalkbag aufbewahrt und steht dem Klettersportler so jederzeit zur Verfügung. Die Öffnung des Chalkbag ist in der Regel so designed, dass die Magnesia bei verschlossener Öffnung gut transportiert werden kann, ohne herauszufallen. Gleichzeitig ist sie jedoch bei geöffnetem Verschluss sehr gut zugänglich. Die unterschiedlichen Designs der Chalkbags haben dabei jeweils ihre Vor- und Nachteile. Der klassische Chalkbag wird direkt am Körper getragen und ist dem Kletterer auch in der Route zugänglich. Die Öffnung ist jedoch relativ klein bei diesem Design. Der Chalkbag „Pot“ dagegen wird nicht am Körper getragen, sondern auf dem Boden abgestellt. Er bietet dafür jedoch eine größere Öffnung, die den Griff zum Magnesia erleichtert.

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