Hangboards zum Fingertraining

Was ist ein Hangboard?

Hangbaords sind Trainingsgeräte für die Finger. Mit ihnen ist es möglich Fingerübungen gezielt durchzuführen, die verschiedene Techniken und Muskelgruppen trainieren.

Sie haben verschiedene „Griffe“ die von großen Slopern und Jugs bis hin zu Mono-Pockets reichen. Durch die große Vielfalt der unterschiedlichen Griffe auf kleinem Raum können Finger, Muskeln und Griffarten gezielt trainiert werden.

Hangboards sind häufig aus Holz oder Kunststoff (Polyurethane) und werden über Kopfhöhe an die Wand geschraubt oder an einem Türrahmen befestigt. Einige Modelle benötigen lediglich einen Haken, um zum Einsatz zu kommen.

Gezieltes Training mit Hangboards

Das Training der Finger ist der Hauptzweck von Hangboards. Sie ermöglichen es auf kleinstem Raum – zuhause, in einer Garage oder unterwegs – effektives Klettertraining durchzuführen, ohne eine Boulder- oder Kletterhalle zu benötigen.

Neben dem Training der Finger steht vor allem auch die Verletzungsprävention im Vordergrund. Denn die Finger sind gerade bei neuen Kletterern und Boulderern nicht auf die zusätzliche und ungewohnte Belastung eingestellt.

Natürlich werden auch andere Muskelgruppen und Techniken mit einem Hangboard trainiert. Klimmzüge, Lock-Offs und Front-Lever sind nur einige Übungen, die mit einem Hangboard ebenfalls trainiert werden können.

Verletzungsgefahr bei Hangboards

Gerade neue Klettersportler sollten beim Training mit Hangboards sehr vorsichtig vorgehen und die Finger auf keinen Fall überlasten. Die ungewohnte Belastung kann zu langwährenden Schäden führen und den Kletterspaß direkt wieder verderben.

Die Gefahr der Verletzung besteht vor allem im zerren der Sehnen, die nicht auf die neue Belastung eingestellt sind. Die finger haben keine „eigenen“ Muskeln, sondern sind auf die Muskeln im Unterarm angewiesen. Diese werden im Alltag bei weitem nicht so sehr benutzt wie beim Klettern durch das Greifen.

Um Verletzungen zu vermeiden empfehlen viele Boulderhallen vom Training am Hangboard in den ersten 12 Monaten des Kletterns abzusehen, bis die Finger und Muskeln sich an die neue Belastung gewöhnt haben.

Für Anfänger empfiehlt es sich unbedingt nur mit wenig Gewicht am Hangboard zu trainieren, um die Verletzungsgefahr zu vermindern. Das bedeutet, nicht das ganze Körpergewicht einzusetzen, sondern die Füße zu 60-80% auf dem Boden zu lassen oder ein Pulley System einzusetzen.

Welche Arten von Hangboards gibt es

Hangboards gibt es in allen. Größen, Farben, Materialien und für alle Einsatzbereiche.

Die Größe und Umfang der Griffe reicht von einzelnen Griffen bis hin zu Boards mit Slopern, Pinches, Jugs, Pockets, Crimps etc. alles auf einem Brett. Je nach Einsatzbereich und Verfügbarkeit von Platz kann hier aus einer riesigen Bandbreite gewählt werden.

Zu den häufigsten Materialien gehören Holz und Kunststoff. Wie bei Klettergriffen kommt es hier auf die persönliche Vorliebe an. Kunststoffhangboards haben häufig etwas mehr Grip und sind gerade in feuchten Einsatzorten zu empfehlen. Die meisten Hersteller setzen auf Holz, was aufgrund der guten Optik und Haptik nicht verwunderlich ist.

Der Einsatzort ist ausschlaggebend für Größe und Aufhängung der Hangboards. Während eine feste Verschraubung in der Wand den Einsatz eines großen Hangboards mit vielen Griffen erlaubt, bedingt ein Türrahmen weniger Belastungsmöglichkeiten. Wer viel unterwegs ist, wird sich sicherlich für ein kleineres Modell mit flexibler Aufhängung entscheiden.

Wo kann ich ein Hangboard kaufen?

Hangboards gibt es in vielen Klettershops, einigen Sportläden und online zum Beispiel bei Bergfreunde.de oder Amazon.

Beim Hangboardkauf sollte auf die Qualität des Materials geachtet werden, um Splitter, Brechen und hohe Abnutzung zu verhindern. Kundenrezensionen können dabei helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Auch gibt es einige Hersteller, die sich mit ihren Hangboards einer guten Reputation erfreuen. Z.B. Beastmaker, Metolius und Lattice, um nur einige wenige zu nennen.

Wer schreibt?

Jonas

Seit 2015 bouldert Jonas leidenschaftlich. Anfang 2019 kam dann Sportklettern hinzu. Beide Sportarten ergänzen sich hervorragend. Wenn Jonas nicht gerade an der Wand ist, bloggt er oder unterstützt Unternehmen im Digital Marketing.